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Ich möchte keine Mammuts essen!

Paleo als Vegetarier – geht das überhaupt?

10 Kommentare

Die kurze Antwort: Ja, es geht.

Die längere Antwort: Gut informiert und gut zusammengestellt, können Vegetarier auch zu 100% Paleo-konform leben. Wir werden mit der Zeit viel über Nährstoffe und deren günstigste Kombinationen sprechen.

Meine persönliche Antwort: Ich hoffe ganz stark, dass ich es hinkriege ;)! Nach einer langen Suche war ich letztes Jahr Ende Juni auf die Paleo-Ernährung gestoßen und habe es für etwa ein halbes Jahr, mit dem mir eigenen Mangel an Disziplin, zu ca. 80% konsequent ausprobiert. Ich wusste schon, dass ich auf Milchprodukte aller Art allergisch bin und Gluten und Zucker mir grundsätzlich nicht sehr gut bekommen, insofern passte mir Paleo super. Obwohl ich ehrlich gesagt auch recht oft gesündigt habe – meine Schwächen sind Schokolade (die immerhin schon allergiebedingt Zartbitter ist) und Kartoffelchips – , fühlte ich mich auf Anhieb besser, konnte mich von einigen Verdauungsproblemen und Gelenkschmerzen verabschieden, hatte Lust Sport zu treiben (ICH! Sport!), und jeden Monat zeigte die Waage ein Kilo weniger an. Übergewichtig war ich vorher objektiv und aus medizinischer Sicht nicht, aber wenn ich satt werden, glücklich sein UND insgesamt 8 kg hergeben kann, dann waren die 8 kg anscheinend gespeicherter Abfall.

Der Haken an der Sache: Ganz schnell konnte ich Fleisch nicht mehr sehen. Im Alter zwischen 14 und 25 war ich schon mal Pudding-Pesketarier, nach dem Motto, „zum Glück sind Chips, Nudeln und Schokolade vegetarisch“. Damals hatte ich Fleisch auch aus dem Grund aufgegeben, dass ich es über hatte. Nach dem ersten Kind meinte mein Körper, mir fehlt etwas – ich habe es als Fleisch interpretiert, vielleicht hatte er auch nur eine Entgiftung von Zucker, Getreide und Milch nötig, um zu Kräften zu kommen? Seitdem hatte ich einige Fleisch- und Wurstsorten mitgegessen, viele mochte ich auch nicht. Ich weiß, dass ich für mich auf eine ausreichende Eiweiß- und Fettzufuhr achten und ein Übermaß an Kohlenhydraten vermeiden muss, um mich wohlzufühlen. Das vegetarisch hinzukriegen hat mich bisher überfordert und Fleisch bildete einen großen Anteil meiner Paleo-Ernährung. Aber richtig gern habe ich das Fleisch nicht gegessen, im Herzen bin ich doch Vegetarierin. Bzw. vorerst Pesketarierin. Irgendwie konnte ich auf Fisch nie ganz verzichten, aber es ist möglich, dass der Grund dafür auch mit Paleo zu beheben ist (ich denke an Fettsäuren und ob der Bedarf sich auch mit Kokos- oder Olivenöl decken lässt… Versuch macht kluch!).

Das Querlesen in verschiedenen Paleo-Blogs, z. B. Paleosophie, urgeschmack und Paleo360, hat mich insofern weitergebildet, es gibt überall gut geschriebene und ermutigende Artikel darüber, dass vegetarisches Paleo möglich ist. Ein ganzes Blog, das sich nur damit befasst, suche ich aber bisher vergebens. (Außerdem fehlen mir die Bloggerinnen – alles Männer mit Glatzen!) Also dokumentiere ich hier ab sofort meine Reise in die vegetarische Paleo-Welt. Ihr dürft mich gern begleiten und mir, wenn ich in eine Süßkram-Versuchungs-Falle getappt bin, eine Hand zum Aufstehen reichen. Interessant wird auch herauszufinden, wie weit meine Familie mitspielt und wie gut ich es verkrafte, wenn ich manchmal Stücke des Wegs ohne sie gehe. Wir werden zusammen viel lernen. Ich wünsche euch und mir viel Spaß!

Stefanie

 

PS: Meine morgendlichen selbstgemixten Smoothies trinken sie schon mal gern mit:

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10 Kommentare zu “Paleo als Vegetarier – geht das überhaupt?

  1. Oh, das ist ganz großartig! Ich hatte die Paleo-Anwandlung auch letzten Herbst, aber lange hielt das bei mir nicht vor. Vielleicht schaffen wir es jetzt gemeinsam, das besser hinzukriegen. Du machst das ja schon echt gut.

    • Vielen Dank, liebe Sandra! Ein Hintergedanke ist auch, dass ich disziplinierter bin, wenn ich hier im Blog regelmäßig Bericht erstatte ;). Möchtest du es auch noch mal probieren? Dann essen wir bald mal zusammen Zucchini-Spaghetti, ein Traum!

  2. Ja, ich möchte das wieder besser betreiben, aber es soll auch nicht in eine Esstörung ausarten, so dass ich nichts „unreines“ mehr essen kann. Ich möchte es einfach mehr und mehr zur Gewohnheit werden lassen, mich besser informieren. Auf die Zucchini-Spaghetti freu ich mich.

  3. Genau! Zu keinem Zeitpunkt will ich das Gefühl haben, dass ich mich bestrafe. Das Schöne ist, dass echtes Essen einfach genial schmeckt 🙂

  4. Zucchinispaghetzti sind eine wucht! Liebe stef, ich schau gern öfter her 🙂
    Lg
    Die andere Sandra 😀

  5. „Alles Männer mit Glatzen!“ *lol* Ich freue mich sehr über die weibliche & rothaarige Verstärkung in der deutschsprachigen Paleowelt 🙂

  6. Pingback: Freitags-Check In #141: Stürmische Zeiten | ganzichselbst – Starte dein Leben neu!

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