paleovegetarisch

Ich möchte keine Mammuts essen!

Von Gärtnern und Sammlern

Ein Kommentar

So langsam neigt sich die Balkongarten-Saison dem Ende zu. Leider war sie insgesamt nicht so ertragreich wie ich mir erhofft hatte. Es kam wohl einiges zusammen: Ungünstige Wetterverhältnisse (da klagen auch richtige Gärtner drüber), ich habe vor lauter Übereifer zu viele Sachen in den selben Behälter gepflanzt (auch wenn sie sich gut vertragen, geht das wohl nur in Beeten mit mehr Erde drumherum und drunter, nicht im Kübel), und wir hatten ungebetenen Besuch von Kohlweißlingraupen und Mehltau. Unsere Ausbeute:

  • 4 oder 5 ganz passable Gurken
  • Markerbsen
  • ein wenig Pflücksalat
  • Lauchzwiebeln
  • 3 ganze Radieschen!
  • mehrere Händevoll winzige Erdbeeren (fast schon Walderdbeeren)
  • höchstens 25 Cocktailtomaten
  • 3 hervorragende bunte Mangold (mit Glück können wir die letzten 2 auch noch ernten)
  • Basilikum, Minze, Erdbeerminze, Zitronenmelisse
  • Ringelblumen, Sonnenblumen, Kamille, Cosmea, Kornblumen – die Meisen und Stieglitze hat’s gefreut
  • bisher 1 Kohlrabi, da geht noch was

Die Paprikapflanzen sind leider nie fertig geworden, und die Zucchini sind sämtlich dem Mehltau zum Opfer gefallen. Alles in allem hatte ich wohl für Erde und Behälter weit mehr ausgegeben, als wir durch die Ernte gespart haben… Da kann ich im nächsten Jahr sicher noch was optimieren, mit dem, was ich dieses Jahr draus gelernt habe. Ich hebe Samen auf, wo ich nur kann, und die Behälter muss ich ja im neuen Jahr nicht erst wieder kaufen ;). Aber das Gefühl, eigene Ernte zu essen, ist sowieso unbezahlbar!

Bei der Kohlrabi probiere ich jetzt einen Tip aus dem Internet aus: Zur Ernte nicht die ganze Pflanze aus der Erde ziehen, sondern mit einem Messer die Knolle so absägen, dass unten noch ein „Fuß“ von etwa 1-2 cm übrig bleibt. Aus diesem Fuß soll dann noch mindestens ein Mal eine neue Knolle wachsen. Da bin ich gespannt!

Und zur Zeit hängt die Natur ja nur so voll mit Lebensmitteln und Naschereien! Schade, dass ich nicht gerne Pilze esse, das Sammeln macht mir nämlich schon Spaß. Ich kenne in unserer Umgebung schon viele Obstbäume und Nusssträucher, das müssen wir in nächster Zeit alles nicht einkaufen. Äpfel und Birnen am Elbufer, wo früher Gärten waren, Haselnüsse auf dem Hinterhof, ein Walnussbaum im Kindergarten, überall in der Stadt Mirabellen und Kornellkirschen, Zierquitten in vielen Parks… Ich freue mich drauf, Quitten-Birnen-Marmelade, Apfelmus und Säfte herzustellen (Saft müssen wir nicht mal unbedingt selber machen, wenn wir einfach das Obst in eine Mosterei bringen). Die Seite Mundraub hat übrigens eine interaktive Karte, auf der du frei zugängliche Bäume und Sträucher finden und neue selbst eintragen kannst!

Dann viel Spaß beim Sammeln!

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Ein Kommentar zu “Von Gärtnern und Sammlern

  1. Na, so schlecht sieht deine Liste deiner Ernte doch gar nicht aus. Nächstes Jahr probieren wir es wieder. Ich hab ja gestern schon geplant, wie ich meinen Gemüsebalkon nächstes Jahr mit 14 Trofast-Kübeln bestellen will 🙂 Dein Blog gefällt mir. Er wirkt aufgeräumt und entspannend für die Augen. Und die Themen sind für die Seele. Viel Spaß beim Sammeln und Jagen. Das tue ich auch. Es ist eine Pracht, all diese vollen Obstbäume!

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